Konten auflisten
Wie so häufig ist der erste Schritt, sich einen Überblick zu verschaffen. Nur wenn du weißt, wie viel du für laufende Verträge und Abonnements ausgibst, kannst du die Geldfresser identifizieren und etwas dagegen unternehmen. Doch wo fängt man hier an?
Als erstes schnappst du dir dein Portemonnaie, Zettel und Stift und erstellst eine Liste mit alle deinen Konten. Das bedeutet, alle Girokonten, Sparkonten oder Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und eventuelle Aktiendepots. Vergiss dabei auch nicht deine Kreditkarten, die oft noch mit einem eigenen Kreditkartenkonto daherkommen!

Kontoumsätze beschaffen
Nun geht es um die regelmäßigen Zahlungen, die auf diesen Konten landen oder davon abgehen. Die beste Übersicht erhältst du über die Kontoauszüge, aber auch manche Banking Apps oder Online Banking-Portale bieten gute Übersichten. Gehe deine Liste mit Konten durch und suche für sämtliche Konten die Zahlungen der letzten 13 Monate raus. Das ist wichtig, damit dir auch wiederkehrende Zahlungen mit langen Zeitabständen (z.B. jährlich oder halbjährlich) nicht durchrutschen. Nur wenn du alles überblickst und auch auf seltene Zahlungen, wie z.B. Versicherungsbeiträge vorbereitet bist, kannst du dein monatliches Guthaben zuverlässig planen.
Posten identifizieren
Wenn du bisher nur ein Girokonto für all deine Ausgaben verwendet hast, dann wird der nächste Schritt etwas Zeit in Anspruch nehmen. Nun geht es darum, sämtliche wiederkehrende Zahlungen zu erkennen und zu erfassen. Los geht’s mit den Einkünften, also allen Zahlungen, die du regelmäßig erhältst. Darunter fallen beispielsweise dein Gehalt, Unterhalt, Kindergeld, BaFöG oder Mieteinnahmen. Gehe alle Konten von deiner Liste durch und notiere, von wem du regelmäßig Geld bekommst, wie viel es ist und wann es überwiesen wird (Tag und Monate).
Nun kommen deine Fixkosten. Die Unterscheidung von den Konsumkosten (Kaufentscheidungen) ist hier wichtig, damit du zukünftig auf alle vorhersehbaren Zahlungen vorbereitet bist. Im Gegensatz zu den Konsumkosten (wie dem Wocheneinkauf oder Urlausbsausgaben) lassen sich Fixkosten exakt vorhersagen und sind damit gut händelbar. Gehe also alle Umsätze deiner Konten durch und schreibe alle Posten auf deine Liste, die regelmäßig abgebucht werden. Beispiele dafür sind die Miete, Abschläge für Strom und Gas, Versicherungen und Streaming-Dienste. Achte dabei auch auf Zahlungen, die nicht jeden Monat abgebucht werden, wie die GEZ-Gebühren oder die KFZ-Steuer. Für einen Gesamtüberblick brauchst du tatsächlich alle Fixkosten, auch wenn das Raussuchen etwas mühsam ist. Notiere jeweils, wohin die Zahlungen gehen, wie hoch sie sind und den Zahlungsrhythmus mit Tag und Monaten.

Du hast alle regelmäßigen Einkünfte und Zahlungen all deiner Konten rausgesucht und aufgelistet? Super, dann geht’s weiter mit der Organisation!